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Biomarker B·R·A·H·M·S PCT (Procalcitonin) bei tiefen Atemwegsinfekten in Leitlinien aufgenommen

Erstellt am: 20.10.2009

Thermo Fisher Scientific Inc. (NYSE: TMO), der weltweit führende Partner der Wissenschaft, gibt heute bekannt, dass der Biomarker B·R·A·H·M·S PCT (Procalcitonin) in die neue S3-Leitlinie zu Epidemiologie, Diagnostik, antimikrobieller Therapie und dem Management erwachsener Patienten mit ambulant erworbenen tiefen Atemwegsinfektionen sowie Pneumonie aufgenommen worden ist.

Das von der Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften (AWMF) veröffentlichte Konsensdokument verweist insbesondere bei der chronisch-obstruktiven Lungenerkrankung (COPD) und der ambulant erworbenen Pneumonie (CAP) auf Procalcitonin (PCT) als Entzündungsparmeter. Auf Basis der bisherigen Studienergebnisse eignet sich der Biomarker für eine verbesserte Steuerung der Antibiotikatherapie. Die Aufnahme von Procalcitonin (PCT) in die Leitlinien bedeutet eine wichtige Weichenstellung, die zukünftig dabei hilft, unnötige Antibiotikagaben und die damit einhergehenden bakteriellen Resistenzen zu vermeiden.


Ein entscheidender Faktor für die zunehmende Unwirksamkeit von Antibiotika ist der übermäßige Einsatz von Antibiotika.  Dieser lässt sich unter anderem darauf zurückführen, dass beispielsweise bei Infektionen der tiefen Atemwege klinische Symptome und gängige Laborwerte im Vorfeld der Behandlung oft nicht zuverlässig anzeigen, ob eine virale oder eine bakterielle Ursache vorliegt. Oft erfolgt eine Behandlung mit Antibiotika, ohne zu wissen, ob diese ansprechen werden oder nicht. Vor diesem Hintergrund ist die Bestimmung von Procalcitonin (PCT) ein viel versprechender Ansatz zur Diagnose sowie Steuerung der Antibiotikatherapie, der dabei hilft, Resistenzen zu vermeiden.


Procalcitonin (PCT) fungiert im normalen Stoffwechsel als ein Vorläufer des hormonell aktiven Calcitonins, das zusammen mit dem sogenannten Parathormon den Calcium- und Phosphathaushalt des Körpers reguliert. Es wird dabei nur in der Schilddrüse gebildet und sofort in das reife Hormon umgewandelt, so dass bei gesunden Personen nur sehr geringe Procalcitonin-Konzentrationen nachweisbar sind. Bei bakteriellen Infektionen bilden jedoch nahezu alle Zellsysteme Procalcitonin und geben dieses in hohen Konzentrationen in die Blutzirkulation ab. Bei Virus- und Autoimmunerkrankungen oder allergischen Reaktionen steigt Procalcitonin (PCT) hingegen wenig bis gar nicht an.


Verschiedene Studien konnten bereits den Nutzen von Procalcitonin (PCT) bei verschiedenen Formen von tiefen Atemwegsinfekten zeigen. Erst kürzlich wurden die Ergebnisse einer groß angelegten, multizentrischen, randomisierten Untersuchung mit 1.359 Patienten veröffentlicht. Diese zeigen, dass ein systematischer Einsatz des Biomarkers die Antibiotikagabe um ein Drittel verkürzen kann und mit weniger Antibiotikaverschreibungen und Nebenwirkungen einhergeht.


Bedeutung von Procalcitonin (PCT) im Rahmen der aktualisierten S3-Leitlinie:


Auf Basis der bisherigen Erkenntnisse empfiehlt die aktualisierte S3-Leitlinie unter anderem bei akuter Exazerbation der chronisch-obstruktiven Lungenerkrankung (AECOPD) auf eine antimikrobielle Therapie zu verzichten, wenn der PCT-Wert < 0,1 ng/mL beträgt und eine leichtgradige oder mittelschwere Verlaufsform vorliegt. Darüber hinaus gilt PCT als ein relevanter Entzündungsmarker im Rahmen der Diagnostik und Verlaufskontrolle hospitalisierter CAP-Patienten. Bei Erkrankten mit schwerer ambulant erworbener Pneumonie ist gemäß Leitlinie die Bestimmung von PCT aus prognostischen Gründen zur Therapiesteuerung zu erwägen, da hier sowohl erhöhte PCT-Werte am Tag 1 als auch ein fehlender Abfall von Tag 1 zu Tag 3 mit einer ungünstigen Prognose assoziiert sind. Ein fehlender PCT-Rückgang sollte daher als Zeichen für das Vorliegen eines Therapieversagens oder für eine sekundäre infektiöse Komplikation in Betracht gezogen werden. Zudem ist hier mit seriellen PCT-Tests eine Steuerung der Antibiotikatherapiedauer möglich. Dabei spricht ein Wert von < 0,1 µg/L bei einer gleichzeitigen klinischen Besserung für die Beendigung der Therapie.


Das Testverfahren zur Messung von Procalcitonin (PCT) wurde von der B·R·A·H·M·S AG entwickelt, die im Oktober 2009 ein Teil von Thermo Fisher Scientific geworden ist.


Über Thermo Fisher Scientific:
Thermo Fisher Scientific Inc. (NYSE: TMO) ist der weltweit führende Partner der Wissenschaft. Wir versetzen unsere Kunden in die Lage, die Welt gesünder, sauberer und sicherer zu machen. Mit einem Jahresumsatz von 10,5 Mrd. $ und ca. 34.000 Beschäftigten beliefern wir mehr als 350.000 Kunden mit Produkten, die in der Pharma- und Biotech-Industrie, in klinischen und diagnostischen Einrichtungen, Hochschulen und Forschungslabors, in Behörden, der Umweltanalytik und bei der Steuerung von industriellen Prozessen zum Einsatz kommen. Über unsere beiden Hauptmarken, Thermo Scientific und Fisher Scientific, erstellen wir Lösungen für laboranalytische Herausforderungen, vom Routine-Test bis zu komplexen Untersuchungen und Forschungszwecken. Mit der Marke Thermo Scientific sind wir auf Highend-Analysegeräte, Laborausrüstungen, Software, Dienstleistungen, Zubehör und Reagenzien spezialisiert und bieten Komplettlösungen für den integrierten Workflow. Fisher Scientific verfügt über ein breit gefächertes Portfolio an Laborausrüstungen, Chemikalien, Verbrauchsmaterialien und Dienstleistungen für das Gesundheitswesen, die wissenschaftliche Forschung und Ausbildung. Damit sind wir in der Lage, unseren Kunden die jeweils günstigsten Konditionen zu bieten. Kontinuierlich arbeiten wir an der Weiterentwicklung unserer Technologien für einen schnelleren Fortschritt in der wissenschaftlichen Forschung, Mehrwertschöpfung für unsere Kunden und Wachstum für unsere Aktionäre und Mitarbeiter. Besuchen Sie www.thermofisher.com.



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